Ingrid Elyas
Diplom-Pädagogin
Systemische Therapeutin (DGSF)
Hospiz-Koordinatorin
Derzeit in Ausbildung zur Sterbeamme,
Sterbeammen®-Akademie Claudia Cardinal, Hamburg
Ich bin 1964 geboren. Mein Lebensmittelpunkt hat sich immer wieder verändert – zwischen dem Oberharz und Bayern, zwischen Aufbruch und Ankommen. Heute lebe ich im Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg und spüre, dass ich jetzt meinen Platz gefunden habe; mehr und mehr finde ich Heimat in mir selbst.
Zu meinem Leben gehören meine beiden eigenen Kinder, drei Bonuskinder und mein Mann – mein Seelengefährte Sebastian, meine späte Liebe. Es ist ein Geschenk, nicht nur das Leben, sondern auch bestimmte Arbeitsbereiche miteinander teilen zu dürfen. Ein vertrauter Kreis von Freund*innen geht schon lange an meiner Seite; eine Quelle der Kraft, der Liebe und der Inspiration in allen Wandlungen, Höhen und Tiefen meines Lebens.
Ich blicke auf ein bewegtes Leben mit Zeiten großer Herausforderungen und tiefgreifender Umbrüche und auch auf Phasen reicher Ernte. Was kann uns Besseres geschehen, als uns immer mehr selbst zu erkennen, zu verstehen – und bei uns selbst anzukommen?
Seit 1991 berate und begleite ich Menschen in Phasen von Umbruch, Krise, Orientierung und Neubeginn. In ganz unterschiedlichen Feldern der sozialen Arbeit habe ich vielfältige und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viel Wandel Menschen möglich ist, wenn sie von einem achtsamen und offenen Gegenüber wahrgenommen und verstanden werden.
In diesen Arbeitsfeldern war es mir ein Anliegen, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten:
- Beratung in Krisensituationen und nach belastenden Ereignissen
- Familien-, Paar- und Lebensberatung
- Leitung und Koordination eines ambulanten Hospizvereins
- Trauerarbeit
- Beratung und Mediation im Trennungs- und Scheidungskonflikt
- Erziehungsberatung
- Tätigkeit als Kinderschutzfachkraft nach §8a/§8b SGB VIII
- Beratung und psychosoziale Versorgung von Müttern und ihren Kindern in einem Frauen- und Kinderschutzhaus
In den Jahren 2000–2003 absolvierte ich berufsbegleitend meine Ausbildung zur Systemischen Therapeutin/Systemischen Familientherapeutin (DGSF) am ptz Cormann (Wasserburg am Bodensee). Die systemische Sichtweise hilft mir, Menschen und ihre Beziehungen ganzheitlich wahrzunehmen. Dieses Verständnis leitet mich in meiner therapeutischen und begleitenden Arbeit.
Seit dem Jahr 2000 bereits sammle ich viele wertvolle Erfahrungen mit Systemaufstellungen. Es ist eine Arbeit, die mich innerlich tief berührt und bereichert.
Seit 2023 leite ich gemeinsam mit meinem Ehemann psychodynamische Aufstellungen. Diese besondere Methode liegt uns sehr am Herzen. Aus Überzeugung teilen wir diese Arbeit gern mit anderen.
Einzeln und gemeinsam mit meinem Mann gebe ich Paartherapie-Sitzungen. Die Beratung im Tandem und „von Paar zu Paar“ erleben wir als sehr kraftvolle und erfüllende Erfahrung, die Paare dabei unterstützt, sich auf eine neue Weise zu verbinden und gemeinsam zu wachsen.
Außerdem begleiten mein Mann und ich auch größere soziale Bezugssysteme gemeinsam therapeutisch.
Als Assistenz begleite ich zusammen mit meinem Mann psychotherapeutische Gruppen zur Verarbeitung traumatischer Trauererlebnisse sowie bei komplexen, erschwerten und langanhaltenden Trauerreaktionen. Diese Gruppen zur Trauerheilung finden in der Psychotherapeutischen Praxis meines Mannes in Tübingen statt.
Was ich studiert habe, ist auf dem Papier sichtbar: Ich bin Diplom-Pädagogin und Systemische Therapeutin/Systemische Familientherapeutin (DGSF), ausgebildete Hospizkoordinatorin, Kinderschutzfachkraft nach §8a/8b SGB VIII, ehrenamtliche Sterbebegleiterin sowie ehrenamtliche Suchtkrankenhelferin. Derzeit befinde ich mich bis Ende 2026 in Ausbildung zur Sterbeamme (Akademie für Sterbeammen und Sterbegefährten; Claudia Cardinal, Hamburg).
Was ich jedoch verstehe und was mich wirklich ausmacht, zeigt sich in der Begegnung, im Zuhören, im Dasein, im gemeinsamen Gehen. Meine eigenen Lebenserfahrungen – Lieben, Verlieren und Wachsen, Momente der Stille, der Tiefe und des Schmerzes – haben mich gelehrt, nicht nur mitzudenken, sondern mitzufühlen. Meine eigene Biografie ermöglicht mir, Menschen auf eine ehrliche, mitmenschliche Weise zu begegnen.
Ich bin überzeugt: Wirklich gute Begleitung braucht mehr als Theorien und Lehrmeinungen, sie braucht Erfahrung, die gelebt, gefühlt und reflektiert wurde.
Ich hatte immer einen starken Willen, dem Leben offen und herzmutig zu begegnen, auch in seinen Widrigkeiten. Mein aufrichtiges Interesse an Menschen und ihren inneren Entwicklungen begleitet mich schon so lange ich denken kann. Über alles hinaus, was mir auf meinem Weg begegnet ist, konnte ich mir meine Herzlichkeit bewahren, sie ist mir immer eine verlässliche Kraft.
